Ertrinken im Badeurlaub© LeoPatrizi

Ertrinken im Badeurlaub: Tipps für sicheres Schwimmen

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Was gibt es Schö­neres an hei­ßen Som­mer­tagen als eine Run­de schwim­men zu ge­hen und sich im Was­ser ab­zu­küh­len? Je­doch soll­te man das Was­ser nicht un­ters­chät­zen und im­mer ach­sam sein. Er­trin­ken ist eine ernst­zu­neh­men­de Ge­fahr, die je­des Jahr zahl­rei­che Le­ben for­dert. Doch mit dem rich­tigen Wis­sen und Vor­sichts­maß­nah­men kön­nen tra­gi­sche Ba­de­un­fälle ver­mei­det wer­den. Die­ser Rat­geber bie­t um­fas­sende In­for­ma­tionen und Tipps, wie Sie sich und Ihre Li­bes­ten vor dem Er­trin­ken schüt­zen kön­nen.

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Badeunfälle: SOS-Maßnahmen zur Rettung vor dem Ertrinken

  • 112 an­ru­fen: Bei ei­nem Ba­de­un­fall so­fort die Not­ruf­num­mer wäh­len.
  • Ge­gen­stände zu­wer­fen: Ret­tungs­rin­ge oder an­dere schwimm­fähi­ge Ge­gen­stände den Er­trin­ken­den zu­wer­fen, um ih­nen eine Hal­temög­lich­keit zu bie­ten.
  • Selbst ins Was­ser ge­hen: Nur ins Was­ser ge­hen, wenn Sie sich der ei­genen Ret­tungs­fähigkeiten si­cher sind. An­dern­falls kön­nen Sie schnel­l selbst in Ge­fahr ge­ra­ten.
  • Er­ste-Hil­fe-Maß­nah­men an Land: Er­trun­ke so­fort in die sta­bi­le Sei­ten­la­ge brin­gen, um die At­mung zu er­leich­tern und Er­bre­chen zu ver­hin­dern. 

Badeurlaub: Tipps für Sicherheit im Wasser

  • Auf­merk­sam­keit: Im­mer wach­sam sein, be­son­ders, wenn Kin­der im Was­ser sind.
  • Un­sich­ere Schwim­mer be­auf­sich­tigen: Kin­der und un­sich­ere Schwim­mer soll­ten nie un­be­auf­sich­tigt im Was­ser ge­las­sen wer­den.
  • Vor­sicht bei flachen Ge­wäs­sern: Auch fla­che Ge­wäs­ser kön­nen ge­fähr­lich sein, da sie oft un­er­war­tet tief wer­den.

Sicher im Wasser durch sicheres Schwimmen

Ein si­che­rer Um­gang mit Was­ser kann das Ri­siko von Er­trin­kungs­un­fäl­len er­heb­lich ver­rin­gern. Hier sind ei­nige Tipps von uns, wie Sie und Ihre Li­bes­ten si­cher im Was­ser sein kön­nen:

  • Früh schwim­men ler­nen: Der ers­te Schritt vor dem Er­trin­ken ist, so früh wie mög­lich schwim­men zu ler­nen. Schwimm­kurse für Kin­der sind in vie­len Schwim­bä­dern und Sport­ver­ei­nen ver­füg­bar und bie­ten die op­tima­le Grund­la­ge, da­mit Sie si­cher plan­tschen kön­nen. Je frü­her ein Kind schwim­men lernt, des­to ehe­rer wird es sich im Was­ser wohl­füh­len und in der La­ge sein, in ei­ner po­ten­zi­ell ge­fähr­li­chen Si­tu­ation an­gemes­sen zu re­agie­ren.
  • Schwimm­ab­zei­chen: Schwimm­ab­zei­chen zei­gen an, wel­ches Schwimm­ni­veau ei­ne Per­son er­reich­t hat. In­be­son­dere ist ein Ab­zei­chen für Kin­der auch eine Mo­tiv­ation, rich­tig schwim­men zu ler­nen.
  • Schwimm­hil­fen: Schwimm­hil­fen wie Schwimm­flü­gel, Schwimmbret­ter oder Nu­deln kön­nen ins­be­son­ders bei An­fäng­ern eine wert­vo­l­le Un­ter­stüt­zung bie­ten. Sie hel­fen Kin­dern, sich im Was­ser auf­zu­rich­ten, und ge­ben ih­nen zu­sätz­li­che Si­cher­heit, wäh­rend sie die Schwimm­bewe­gungen er­ler­nen. Es ist je­doch wich­tig zu be­ach­ten, dass Schwimm­hil­fen kein Er­satz für die Auf­sicht durch ei­nen Er­wach­sen oder für das Schwim­men ler­nen sind. 
  • Kei­ne Angst vor dem Was­ser: Ein spie­ler­ischer und schritt­wei­ser An­gang ist ent­schei­dend, um Kin­dern die Angst vor dem Was­ser zu neh­men. Be­gin­nen Sie mit ein­fa­chen Ak­tivitä­ten in der Ba­dewanne oder im fla­chen Be­reich ei­nes Schwim­bads, um Ver­trau­en auf­zu­bauen. Das Plan­sche­n, Bla­sen ma­chen und sanf­te Was­ser­spiele kön­nen Kin­dern mit der Was­ser­um­gebung ver­traut ma­chen und ih­nen zei­gen, dass Was­ser Spaß ma­chen kann.

Stilles ertrinken

Stil­les Er­trin­ken ist eine ge­fähr­li­che Form des Er­trin­kens, die auf­tritt, wenn Was­ser in die Lun­ge ge­langt und dort die At­mung be­hin­dert, ohne dass so­fort of­fen­sicht­li­che An­zei­chen da­für er­kenn­bar sind. Die­se Si­tu­ation kann be­son­ders tück­isch sein, da Be­trof­fe äu­ßer­lich un­ver­sehrt er­schei­nen kön­nen, wäh­rend sich im In­nern eine ernst­haf­te Be­dro­hung für ihre At­mung ent­wickelt. Teil­wei­se kön­nen Sym­pto­me wie Hus­ten oder Atem­schwie­rig­kei­ten auch erst Ta­ge da­nach auf­treten.

Was ist zu tun?

  • Im­mer be­auf­sich­tigen: Die wich­tigs­te Maß­nah­me, um stil­les Er­trin­ken zu ver­hin­dern, ist die stän­di­ge Auf­sicht über Kin­der, wenn sie im oder am Was­ser sind.
  • Achtsam­keit auf Sym­pto­me: Ach­ten Sie nach der Zeit im Was­ser auf Sym­pto­me wie Atem­not, an­hal­ten­dem Hus­ten oder un­ge­wöhn­li­cher Mü­dig­keit.
  • Schnel­les Han­deln: Bei Ver­dacht auf stil­les Er­trin­ken soll­ten Sie so­fort ärzt­li­che Hil­fe in An­spruch neh­men. Erklä­ren Sie dem Arzt, dass das Kind vor kür­zem im Was­ser war.

Was ist das?

Se­kundä­res Er­trin­ken und tro­cke­nes Er­trin­ken sind zwei Be­grif­fe, die oft im Zu­sam­men­hang mit un­ge­wöhn­li­chen Er­trin­kungs­fäl­len ver­wen­det wer­den, bei de­nen Sym­pto­me manch­mal erst Stun­den oder so­gar Ta­ge nach dem eigent­li­chen Ba­de­un­fall auf­treten.

  • Tro­cke­nes Er­trin­ken tritt auf, wenn Was­ser in die Atem­we­ge ge­langt und ei­nen Kram­p der Stim­mrit­ze (Lary­ngos­pas­mus) aus­lö­st, der die Atem­we­ge blo­ckiert. Es ist eine Schock­reak­ti­on des Kör­pers. Ob­wohl kein Was­ser in die Lun­ge ge­langt, ver­hin­dert der Kram­p ei­ne an­gemes­se Be­lüf­tung, was zu Sauer­stoff­mangel führt. Bei Kin­dern ist der Kopf oft zu schwer und sie fal­len mit dem Kopf ins Was­ser. 
  • Se­kundä­res Er­trin­ken (auch be­kannt als Spä­tes Er­trin­ken) er­folgt, wenn ei­ne klei­ne Men­ge Was­ser wäh­rend des Ba­de­un­falls in die Lun­ge ge­langt. Dies kann zu ei­ner Ent­zün­dungs­reak­ti­on füh­ren, die das Lun­gen­we­be schä­digt und eine so­genannte Lun­genö­de­me (Flüs­sig­keits­an­sam­mlung in der Lun­ge) ver­ur­sa­cht, was die At­mung er­schwe­rt und den Sauer­stoff­aus­tausch be­ein­trächtigt.

Wie lange be­steht Ge­fahr?

Die Ge­fahr ei­nes se­kundä­ren oder tro­cke­nen Er­trin­kens kann in­ner­halb von Mi­nu­ten bis zu 24 Stun­den nach dem Vor­fall be­stehen. In sel­te­nen Fäl­len kön­nen Sym­pto­me bis zu 48 Stun­den nach der ur­sprün­gli­chen Ex­po­sition ge­genüber Was­ser auf­treten. Es ist wich­tig, auf An­zei­chen wie Atem­be­schwer­den, an­hal­tem Hus­ten, Mü­dig­keit, Ver­än­de­rungen im Ver­hal­ten, Brust­schmer­zen und ei­ner bläu­lichen Haut­far­be (Zy­anose) zu ach­ten, da diese auf ei­ne Be­ein­träch­tung der At­mungs­funk­ti­on hin­wei­sen kön­nen.

Was tun?

Wenn Sie ver­mu­ten, dass je­mand nach ei­nem Ba­de­un­fall Sym­pto­me ei­nes se­kundä­ren oder tro­cke­nen Er­trin­kens zeigt, soll­ten Sie so­fort han­deln:

  • Beob­ach­ten Sie auf Sym­pto­me: Achten Sie auf An­zei­chen von Atem­not, an­hal­tem Hus­ten, un­ge­wöhn­li­cher Mü­dig­keit oder Ver­hal­tens­än­de­rungen.
  • Su­chen Sie me­di­zi­nische Hil­fe: Bei An­zei­chen von se­kundä­rem oder tro­cke­nem Er­trin­ken soll­te un­ver­züg­lich ein Arzt oder ein Kran­kenhaus auf­ge­sucht wer­den. Schil­dern Sie ge­rad, was pas­siert ist, und er­wäh­nen Sie, dass das die Per­son vor­her im Was­ser war.
  • Über­wa­chung: Per­so­nen, die ei­nen Beinahe-Er­trin­kungs­un­fall er­lebt ha­ben, soll­ten in den fol­gen­den 48 Stun­den sorg­fäl­tig über­wacht wer­den, auch wenn sie kei­ne so­fort­igen Sym­pto­me zei­gen.
  • Prä­ven­tion: Die bes­te Maß­nah­me ge­gen se­kundä­res und tro­cke­nes Er­trin­ken ist die Prä­ven­tion. Stel­len Sie si­cher, dass Schwim­mer, ins­be­son­ders Kin­der, stän­dig be­auf­sicht­igt wer­den und dass sie ler­nen, si­cher im Was­ser zu sein.

Gründe für Ertrinken

Er­trin­ken kann un­ter ver­schie­dens­ten Um­stän­den ein­tre­ten, oft un­er­war­tet und in Si­tu­atio­nen, die zu­nächst harmlos er­schei­nen. Es ist nicht nur wich­tig, die Ri­siken zu ken­nen, son­dern auch, wie man in kri­tischen Mo­men­ten re­agiert, um sich vor schlim­me­rem zu schüt­zen. Hier sind ei­ni­ge der häu­figs­ten Ur­sa­chen für Er­trin­kungs­un­fäl­len und was man in Si­tu­atio­nen mit er­höhtem Ri­siko tun kann:

1. Er­schöp­fung und Un­ter­küh­lung

Muten Sie sich nicht zu viel vor. Man­chmal kön­nen zu lan­ges Ver­wei­len im Meer oder kal­te Ge­wäs­ser sehr ge­fähr­lich wer­den. Er­schöp­fung kann schnel­l ein­tre­ten, be­son­ders in kal­tem Was­ser, das nicht nur die Mus­keln schnel­ler er­mü­den lässt, son­dern auch zu Un­ter­küh­lung füh­ren kann. Die­se Kom­bi­nation ist ge­fähr­lich und kann die Schwimm­fähi­gkeit er­heb­lich be­ein­träch­ti­gen.

2. Ver­let­zun­gen durch Sprün­ge ins Was­ser

Ein sorg­lo­ser Sprung ins Was­ser kann zu Ver­let­zun­gen füh­ren, ins­be­son­ders wenn das Was­ser fla­cher ist als er­war­tet oder ver­steck­te Hin­dernis­se ent­hält. Sol­che Ver­let­zun­gen kön­nen von Pre­llun­gen bis hin zu schwe­ren Wir­bel­säu­len­ver­let­zun­gen rei­chen, die im schlimm­sten Fall eine Lähmung oder zu bis hin zu töd­li­chen Fol­gen durch Er­trin­ken füh­ren kön­nen.

3. Star­ke Strö­mung

Flüs­se, Me­eres­trö­mungen oder so­gar Wellen in ei­nem gro­ßen See kön­nen Schwim­mer über­ra­ schen und sie von si­che­rem Grund weg­trei­ben. Selbst er­fah­rene Schwim­mer kön­nen ge­gen ei­ner star­ken Strö­mung macht­los sein.

4. Käl­teschock

Der Sprung in kal­tes Was­ser kann ei­nen Käl­teschock aus­lö­sen, der zu ei­nem un­wil­kür­li­chen Ein­at­men un­ter Was­ser und da­mit zum Er­trin­ken füh­ren kann. Die plötz­li­che Ab­küh­lung des Kör­pers kann auch Herz­rhyth­mus­stö­rungen aus­lö­sen. Nach­dem Sie ei­ne län­gere Zeit in der Son­ne wa­ren, ist das Ri­siko be­son­ders hoch.

5. Schwimm­dis­tan­zen un­ter­schätzt

Die Ent­fer­nung vom Ufer oder ei­nem Boot si­cher zu schwim­men, wird oft und auch durch gu­ te Schwim­mer un­ter­schätzt. Mü­dig­keit kann ein­set­zen, be­vor das Ziel er­reicht ist, was das Ri­siko un­ter zu ge­hen oder zu er­trin­ken er­höht.

6. Ba­dere­geln nicht be­ach­tet

Das Miss­ach­ ten von Ba­dere­geln ist eine häu­fi­ge Ur­sa­che für Ba­de­un­fälle und Er­trin­ken. Die­se Re­geln sind nicht nur Richt­li­nen, son­dern lebens­ret­ten­de Prin­zi­pen, die da­rauf abzielen, die Si­cher­heit al­ler im Was­ser zu ge­währ­leisten. Ob am Strand, im Schwim­bad oder an ei­nem See, die Ein­hal­tung die­ser Re­geln kann den Un­terschied zwi­schen ei­nem ver­gnüg­li­chen Tag und ei­ner Tra­gö­die aus­ma­chen. Um si­cher­zu­stel­len, dass das Schwim­men und Ba­den eine si­chere und erfreu­li­che Ak­tivitä­t bleibt, ist es wich­tig, min­des­tens die gel­ten­den 11 Ba­dere­geln zu be­ach­ten:

Die 11 Baderegeln

  1. Nicht al­lein schwim­men ge­hen: Im­mer in Be­glei­tung schwim­men, be­son­ders Kin­der soll­ten nie oh­ne Auf­sicht im Was­ser sein.
  2. Nur in aus­ge­wie­se­nen Be­rei­chen ba­den: Schwim­men und Ba­den nur dort, wo es er­laubt ist und die Si­cher­heit ge­währ­leistet wer­den kann.
  3. Ba­dere­geln und Warn­hin­wei­se be­ach­ten: In­for­mie­ren Sie sich über lo­ka­le Re­gel und War­nungen, wie z. B. Strö­mungs­verhält­nis­se oder spe­zi­fi­sche Ge­fahren des Ge­wäs­sers.
  4. Lang­sam ins Was­ser ge­hen: Be­son­ders in kal­tem Was­ser kann ein lang­samer Ein­stieg hel­fen, den Kör­per an die Tem­pe­ratur zu ge­wöh­nen und Käl­teschock zu ver­mei­den.
  5. Nicht in trü­be oder un­be­kann­te Ge­wäs­ser sprin­gen: Es be­steht die Ge­fahr von Ver­let­zun­gen durch ver­borg­ene Ob­jek­te oder un­be­kann­te Tiefe.
  6. Auf die ei­gene Leis­tungs­fähi­gkeit ach­ten: Üb­er­schät­zen Sie Ihre Schwimm­fähi­gkeiten nicht und be­ach­ten Sie Ihre kör­per­li­che Ver­fas­sung.
  7. Bei Mü­dig­keit oder Käl­te­ge­fühl das Was­ser ver­las­sen: Um Er­schöp­fung oder Un­ter­küh­lung zu ver­mei­den, recht­zei­tig pau­sie­ren und auf­wär­men.
  8. Nicht bei Un­wet­ter schwim­men: Blitz­schlag und star­ke Strö­mungen wäh­rend ei­nes Sturms er­hö­hen das Ri­siko er­heb­lich.
  9. Nicht nach Al­ko­hol- oder Dro­gen­kon­sum schwim­men: Die­se Sub­stan­zen be­ein­träch­ti­gen Ur­teils­ver­mö­gen und kör­per­li­che Fähig­keiten.
  10. Luft­matrat­zen und Schwimm­hil­fen bie­ten kei­ne Si­cher­heit: Ver­lassen Sie sich nicht auf auf­bla­se­ba­re Hilfs­mit­tel als Er­satz für Schwimm­fähi­keiten oder als Ret­tungs­mit­tel.
  11. Er­ste-Hil­fe-Kennt­niss­e auf­frischen: Wis­sen über lebens­ret­ten­de Sofort­maß­nah­men kann im Not­fall ent­schei­dend sein.

Wie sollte in einer Notsituation gehandelt werden, wenn ihre Kraft beim Schwimmen nachlässt?

Selbst gu­ten Schwim­mern kön­nen die Kraft im Was­ser ver­lie­ren. Die Deut­sche Le­bens-Ret­tungs-Ge­sell­schaft e.V. (DLRG) rät zu zwei Schrit­ ten:

  • Hil­fe ru­fen und sich
  • in ei­ne Ru­he­la­ge be­ge­ben

Die Ru­he­la­ge kön­nen Sie ganz ein­fach in si­che­rer Um­gebung im Ba­des­ee oder Swim­ming­pool üben. Die ers­te Ru­he­la­ge im Was­ser nennt sich Frosch­hal­tung. Da­zu liegt man in Bau­ch­la­ge auf dem Was­ser. Beim Ein­at­men hebt man kurz den Mund aus dem Was­ser; beim Aus­at­men kann man lang­sam ins Was­ser at­men. Die zwei­te Po­sition nennt sich Schwe­be­la­ge, bei der man flach aus­gestreckt mit dem Rücken auf dem Was­ser liegt. Bei­bei liegt der Kopf bis zu den Oh­ren im Was­ser und das Kinn wird zur Brust ge­zo­gen. Mit den Hän­den und Beinen wird über leich­te Bewe­gun­gen das Gleich­gewicht ge­hal­ten.

Was muss beachtet werden: Sicher baden in Naturgewässern

Es ist zu be­ach­ten, dass man nie mit lee­rem Ma­gen ins Was­ser geht, da das Schwim­men kraft­in­ten­siv ist und der Kreis­lauf auch schlap­pmachen kann. Mit vol­lem Ma­gen soll man vor al­lem Kin­der nicht zum Ba­den ins Was­ser las­sen, da auch die Ge­fahr des Er­bre­chens be­steht. Zu­lässig ist bei Kin­dern wie­der die Ge­fahr des Was­ser­schlu­ckens und Er­trin­kens ge­fähr­li­cher. Klei­dung, die kei­ne Ba­de­klei­dung ist, wie ein T-Shirt er­schwe­ren das Schwim­men und kos­ten Kraft. Un­geüb­te Schwim­mer soll­ten nicht zu weit vom Ufer weg­schwim­men.

Am bes­ten ist es, beim Ba­den in Na­tur­seen ei­nen Ba­de­ab­schnitt zu wäh­len, der von der DLRG über­wacht wird.

Wenn der See oder der Strand­ab­schnitt Pri­vat­gelände ist, wie bei ak­tiven Bag­gerseen, macht man sich üb­ri­gens des Haus­friedens­bruchs straf­bar.

Warum sind Na­tur­gewäs­ser selbst für Schwim­mer ge­fähr­lich?

Na­tur­gewäs­ser wie Seen, Flüs­se und Mee­re zie­hen mit ihrer Schön­heit und Na­tür­lich­keit an, ber­gen je­doch Ri­siken, die selbst für geüb­te Schwim­mer ge­fähr­lich sein kön­nen. Die Haupt­grün­de da­für sind:

  • Wech­seln­de Be­din­gun­gen: Die Be­din­gun­gen in Na­tur­gewäs­sern kön­nen sich schnel­l än­dern. Strö­mungen, Wellen­hö­hen und Was­ser­stän­de sind oft un­vor­her­seh­bar und kön­nen selbst er­fah­rene Schwim­mer über­ra­ schen.
  • Ver­steck­te Hin­dernisse: Un­ter der Ober­flä­che ver­steck­te Ob­jek­te wie Fels­en oder Baum­stämm­e und plötz­li­che Tie­fe kön­nen zu Ver­let­zun­gen füh­ren oder Schwim­mer in ge­fähr­li­che Si­tu­atio­nen brin­gen.
  • Käl­teschock: Ein Sprung in kühles Was­ser kann ei­nen Käl­teschock aus­lö­sen, der At­mung und Mus­kel­kon­trol­le be­ein­trächtigt, was ins­be­son­ders in tie­fe­ren oder käl­te­ren Gewäs­sern pro­ble­ma­tisch ist.
  • Strö­mungen: Star­ke Strö­mungen in Flüs­sen und Mee­ren kön­nen auch die bes­ten Schwim­mer ab­trei­ben und in ge­fähr­li­che Si­tu­atio­nen brin­gen.
  • Fehlende Ret­tungs­dien­ste: An­ders als an über­wach­ten Strän­den oder in Schwim­bä­dern ist in Na­tur­gewäs­sern oft kei­ne schnel­e Hil­fe ver­füg­bar, was die Ri­siken er­höht.

Medizinisch abgesichert im Urlaub: Hilfe im Notfall

Ein un­be­schwer­ter Ur­laub am Was­ser ist für vie­le das High­light des Jah­res. Doch ge­ra­de in frem­den Län­dern kann ein Ba­de­un­fall schnel­l zu ei­ner ern­sten und teu­ren An­ge­legenheit wer­den. Umso wich­tiger ist es, sich im Vor­feld über me­di­zi­nische Ab­si­che­rung und die Kos­ten für ev­ent­uel­e Be­hand­lun­gen zu in­for­mie­ren.

Me­di­zi­nische Be­hand­lun­gen nach ei­nem Ba­de­un­fall

Nach ei­nem Ba­de­un­fall kön­nen me­di­zi­nische Be­hand­lun­gen er­for­der­lich sein, die je nach Land und me­di­zi­nischer Ein­rich­tung er­he­bli­che Kos­ten ver­ur­sa­chen kön­nen. Von der Erst­ver­so­rung über spe­zia­li­zierte Un­ter­su­chun­gen bis hin zu ev­ent­u­el­len Op­era­tionen – die Kos­ten kön­nen im Aus­land bei ei­nem Ba­de­un­fall schnel­l in die Hö­he schnel­len. In ei­ni­gen Län­dern wer­den Pa­tien­ten oh­ne ei­ne aus­rei­chende Ver­siche­rung nicht ein­mal be­han­delt, oder es wird ei­ne hohe Vor­aus­zah­lung ver­langt.

Es ist da­her ratsam, vor der Rei­se ei­ne Reisekranken­ver­si­cherung ab­zu­schließen, die spe­zi­ell die Kos­ten für me­di­zi­nische Not­fäl­le im Aus­land ab­deckt. Dies be­inhal­t nicht nur die Be­hand­lungs­kos­ten selbst, son­dern kann auch ei­nen me­di­zi­nisch not­wen­di­gen Rück­trans­port ins Hei­mat­land ein­schlie­ßen. Un­ser DFV-Aus­lands­rei­se­Schutz bie­t Ihnen die op­tima­le Ab­si­che­rung auf Rei­sen und schützt Sie auch vor ei­nem tie­fen Loch in der Ur­laubs­kasse. 

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FAQ

  • Eine häu­fi­ge To­des­ur­sa­che ist die Selbst­über­schät­zung der ei­gen Fähig­kei­ten oder das Un­ter­schät­zen der Ge­fahren im Was­ser. Star­ke Strö­mungen, Käl­teschock, Er­schöp­fung und Panik kön­nen selbst bei er­fah­ren Schwim­mern zu Pro­ble­men füh­ren. Zu­dem kön­nen me­di­zi­nische Not­fäl­le wie Krämp­fe, Herz­in­fark­te oder Schlag­an­fälle im Was­ser auf­treten, die das Schwim­men un­mög­lich ma­chen. Auch das Tau­chen in un­be­kann­te Gewäs­ser kann durch Ko­lli­sion mit Hin­dernis­sen zu Ver­let­zun­gen und Be­wusst­lo­sigkeit füh­ren.

  • Die meis­ten Men­ schen er­trin­ken in Na­tur­gewäs­sern wie Flüs­sen, Seen und Mee­ren.

    Die­se Gewäs­ser ber­gen auf­grund ih­rer wech­sel­haf­ten Be­din­gun­gen, wie un­vor­her­seh­ba­ren Strö­mungen, tie­fen Stel­len oder kal­tem Was­ser, be­son­dere Ri­siken. Auch Schwimm­bä­der und pri­va­te Pools sind Or­te, an de­nen Er­trin­kungs­un­fälle ge­scheh­en, ins­be­son­ders wenn kei­ne Auf­sicht vor­han­den ist. Bei klei­nen Kin­dern kön­nen so­gar klei­ne Men­gen Was­ser in Ba­dewannen, Ei­mern oder Plansch­be­cken ge­fähr­lich sein.

  • Stu­dien und Sta­tis­tiken zei­gen, dass Män­ner häu­fi­ger von Er­trin­kungs­un­fäl­len be­trof­fen sind als Frau­en.

    Män­ner neigen eher da­zu, Ri­siken ein­zu­ge­hen und ge­fähr­li­che Was­ser­ak­ti­vi­täten zu be­treiben. Sie ü­ber­schät­zen häu­fig ihre Schwimm­fähi­keiten und un­ter­schät­zen die Ge­fahren im Was­ser. Zu­dem kon­su­mie­ren Män­ner eher Al­ko­hol in Ver­bin­dung mit Was­ser­ak­ti­vi­täten, was die Ur­teils­fähi­keit be­ein­trächtigt und das Ri­siko von Un­fällen er­höht. Auch so­ziokul­tu­relle Fak­to­ren, wie die grö­ße Wah­rschein­lich­keit, dass Män­ner al­lei­ne schwim­men ge­hen oder ge­fähr­li­che Gewäs­ser auf­suchen, spie­len ei­ne Rol­le.

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